Prüfungsprotokolle/Prof. Selke/Theoretische Physik: Mechanik

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Im Folgenden sind die Prüfungsprotokolle der mündlichen Prüfungen in theoretischer Physik, die bei Prof. Selke abgelegt wurden.

Protokoll 1

Kurzinformationen

  • Student: Bastian Kargoll
  • Semester: WS 2006/07
  • Prüfung: Vordiplom
  • Note: 1,7

Protokoll

Nach einigem Geplänkel vorneweg brachte Selke das Gespräch auf Zentralkraftfelder. Ich habe dann gezeigt dass der Drehimpuls konstant ist, daraus sollte ich dann herleiten dass sich die Bewegung in einer Ebene abspielt. Daraufhin sollte ich den Energieterm aufstellen, das habe ich auch gemacht, wobei man mit Hilfe des Drehimpuls die Rotationsenergie mit dem Potential zum effektiven Potential zusammenfassen kann. Das habe ich dann noch skizziert und an der Skizze die unterschiedlichen Bewegungstypen erläutert. Die Frage, ob in einem Zentralpotential die Masse ruhen könne, hat mich dann sehr verwirrt, weil ich der Meinung war, dass sie das (zumindest außerhalb des Nullpunktes) nicht kann, er hat das aber zunächst anders gesehen. (Hat er mich dann nach der Prüfung nochmal drauf angesprochen, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe hatte ich doch recht ;-) ).

Dann kam ein großer Sprung zu Hamilton-Jacobi. Ich habe das Ziel dargelegt (alles konstant blablubb) und wollte aufzeigen, wie man S findet. Dazu habe ich zunächst einmal die Hamilton-Gleichungen aufgeschrieben. Selke fragte, warum denn in der Hamilton-Gleichung für die Ableitung des Impulses ein Minus vorkäme. Das hat mich verwirrt und ich wusste darauf keine Antwort, mit einiger Hilfe kam ich dann darauf dass das was mit F = - grad V zu tun hat, weil da eben auch ein Minus steht. Gut, dann noch die H-J-DGL aufgeschrieben und den Separationsansatz skizziert, dann ein Sprung zum

KAM-Theorem. Wirkungs- und Winkelvariable dargestellt, Hamilton-Funktion mit kleiner Störung etc. Dass ich die Hamilton-Funktion eines harmonischen Oszillators ohne Herleitung nicht aus dem Ärmel schütteln konnte, hat ihn gestört, bin dann aber doch noch drauf gekommen. Hab mich dann vertan damit, was die Frequenzen im KAM-Theorem sind, das war ziemlich bitter weil ich das eigentlich drauf hatte, war nur irgendwie verwirrt. Gut, dann erläutert was hinreichend irrational ist und dass der Torus im Phasenraum für hinr. irrationale Verhältnisse erhalten bleibt. Kurze Frage was ein Poirée-Schnitt sei hab ich entsprechend kurz beantwortet (Projektion auf niedriger dimensionalen Raum).

Dann haben wir noch 3 Minuten über zwei Massen, die harmonisch miteinander und mit den Wänden gekoppelt sind, geredet, aber das hatte nicht mehr allzuviel Substanz (die Zeit war vorbei).

Fazit: Ist eine 1,7 draus geworden (bzw. 1,51, wie Selke mir mitteilte). Die Nachbesprechung war sehr intensiv und sehr ausführlich, fand ich sehr gut, dann weiß man wenigstens was man gut und was man schlecht gemacht hat. Von einigen Fragen hab ich mich etwas verwirren lassen (zum Beispiel "Zeichnen Sie doch mal eine "beliebige" Potentialfunktion", weil meine V~-1/r ihm zu speziell war... ich weiß immer noch nicht wie man eine beliebige Funktion zeichnet). Dadurch darf man sich aber einfach nicht aus der Ruhe bringen lassen, er hat auch gesagt dass er durchaus ab und an versucht einen aufs Glatteis zu führen, was ihm auch gelingt ;-) Mich hat auch gestört dass er mich häufig unterbrochen hat und mich dann nach den Sachen gefragt hat, die ich sowieso grade darlegen wollte, aber das kommt natürlich vor. Trotzdem war ich mit der Prüfung sehr zufrieden, hat Spaß gemacht, und Selke ist als Prüfer auch sehr in Ordnung.

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